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Schwarzwald - Der Holländer MichelFlößerei

Der Holländer Michel

"So viel ist gewiß, daß der Holländer Michel noch jetzt in Sturmnächten im Tannenbühl, wo man nicht hauen soll, überall die schönsten Tannen aussucht, und mein Vater hat ihn eine vier Schuh dicke umbrechen sehen wie ein Rohr. Mit diesen beschenkt er die, welche sich vom Rechten abwenden und zu ihm gehen; um Mitternacht bringen sie dann den Floß ins Wasser, und er rudert mit ihnen nach Holland. Aber wäre ich Herr und König in Holland, ich ließe ihn mit Kartätschen in den Boden schmettern; denn alle Schiffe, die von dem Holländer-Michel auch nur einen Balken haben, müssen untergehen. Daher kommt es, daß man von so vielen Schiffbrüchigen hört; wie könnte denn sonst ein schönes, starkes Schiff, so groß als eine Kirche, zugrund gehen auf dem Wasser? Aber sooft Holländer-Michel in einer Sturmnacht im Schwarzwald eine Tanne fällt, springt eine seiner alten aus den Fugen des Schiffes, das Wasser dringt ein, und das Schiff ist mit Mann und Maus verloren. Das ist die Sage vom Holländer-Michel, und wahr ist es, alles Böse im Schwarzwald schreibt sich von ihm her."

Die mächtigsten Schwarzwälder Stämme (die man damals tatsächlich fällte, um sie in die Niederlande für den Schiffsbau zu verkaufen, während sie heute stolz stehen bleiben) nennt man nach wie vor "Holländer". Im Naturschutzgebiet "Hohe Tannen" bei Kälberbronn (einem Ortsteil von Pfalzgrafenweiler) sieht man solche uralten "Holländer" wachsen. Manche dieser Tannen erreicht mehr als 50 Meter Höhe.

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