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Schwarzwald - Unedle EdelleuteGeschichte

Unedle Edelleute: Noch mehr Geschichte

Burg Rötteln ist eine der größten Burgruinen im Südwesten © TI Lörrach
Burg Rötteln ist eine der größten Burgruinen im Südwesten
© TI Lörrach

Im Mittelalter waren die Zähringer das bedeutendste Adelsgeschlecht im Schwarzwald. Die Gründung der Städte Freiburg, Offenburg und Villingen - das ist ihrem Konto gutzuschreiben. Es gab aber noch weit mehr adelige Geschlechter. Die Herren von Staufen hatten ihre Burg in Staufen auf dem Schloßberg, nördlich der Stadt. Bei Wehr oberhalb der Stadt auf einem steilen Kalkfelsen saßen die Herren von Werrach, in Kastelburg (im Norden der Stadt Waldkirch auf dem 368 Meter hohen Kastelberg) die Herren von Schwarzenberg, in Küssaberg die Grafen von Küssenberg und später die Grafen von Sulz. In Rötteln (im Wiesental) hausten bis 1314 die Herren von Rötteln, dann die Herren von Hachberg-Sausenberg. Auf Burg Wieladingen wohnten die Herren von Wieladingen, auf Burg Hauenstein die Edlen von Hauenstein...

Nun, nicht alle diese Edelleute führten sich wirklich edel auf. Vielen Bauern in den zahlreichen Orten, die vom Adel beherrscht und oft regelrecht ausgesogen wurden, ging es im 15. und 16. Jahrhundert immer schlechter. So kam es zu Aufständen, auch im Schwarzwald.

Die Reformation brachte neue Unruhen. In Württemberg hatte Herzog Ulrich schon 1535 den Protestantismus eingeführt, in Baden ging es durcheinander. Markgraf Karl von Baden-Durlach hob 1556 sogar für kurze Zeit die Klöster auf.

Um die Unordnung perfekt zu machen, kam der Dreißigjährige Krieg. Kaiserliche, bayrische, schwedische und französische Truppen zogen durch das Land. Die Orte an den großen Durchgangsstraßen waren allem ausgesetzt; wer tief im Schwarzwald wohnte, war besser dran.

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