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Schwarzwald - Chappi und Schäppel

Nostalgischer Kopfputz: Chappi und Schäppel

Braut mit Schäpel - © Wolfgang Huttenberger - Tracht und Kunst - 79232 March-Holhausen - eMail Tracht-und-Kunst@t-online.deDie vielen verschiedenen Trachten, die einst im Schwarzwald üblich waren, sind heute nur noch spezialisierten Brauchtums-Fachleuten bekannt. Aber wer sich als Besucher an Feiertagen umsieht, kann noch viel Schönes entdecken. Allerdings: Manche Tracht war einst noch viel bunter. So findet man die einst sehr farbenfreudige Markgräfler Tracht heute fast nur noch in Schwarz. An dieser Kleidung fallen die großen Flügelhauben auf, die "Chappi" - riesige, halbmeterbreite Schleifen mit langen Seidenfransen an den Seiten. Ein schwarzes oder weißes seidenes, kostbar gewirktes Schultertuch ergänzt die Tracht.

In der Gegend von St. Märgen und St. Peter tragen die Frauen eine Bänderkappe - vorzugsweise im Winter, da sie die Ohren schützt - oder weiße, oft auch schwarze, mit Samt überzogene Strohhüte. Die Farben der Tracht variieren von schwarz über grau, braun und rot bis grün. Die Mieder sind hübsch bestickt. Auch der "Schäppel" ist hier zuhause, der kunstvolle Kopfputz. Er wird vor allem bei kirchlichen Festen wie Fronleichnam oder zum Erntedankfest getragen. Die Herstellung eines Schäppels erfordert viel Geschick und Zeit. Das wie eine Krone geformte Gestell aus gebogenen Metallstäbchen wird mit roten Bändern umwickelt. Dann werden kleine bunte Perlensträußchen mit weißen Bändern eingeflochten.

In Hausen können Sie beim alljährlichen Fest des Hebel-Mähli (zu Ahren des Geburtstags von Johann Peter Hebel) am 10. Mai die Markgräfler und die Vreneli-Tracht sehen, die der Dichter in seinen Gedichten oft liebevoll beschrieben hat.

Bad Säckingen
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