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Schwarzwald - Bad Teinach-Zavelstein

Bad Teinach-Zavelstein

Dies ist eine Gemeinde, die in neuerer Zeit etwas absonderlich zusammengesetzt wurde.

Sie besteht aus dem Heilbad Teinach, dem sehr mittelalterlich anmutenden Burgstädtchen Zavelstein und etlichen Dörfern: Emberg und Kentheim, Rötenbach und Schmieh; dazu kommt noch Sommenhardt - eine ganze Landschaft an der Nagold und der kleinen Teinach, die aber nicht mehr als insgesamt 3000 Einwohner aufbringt.

Das Heilbad Teinach war zumindest 1345 schon gut bekannt; damals wurde es urkundlich erwähnt. Württembergs Grafen schätzen es sehr. Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte es sich zur Sommerresidenz der württembergischen Herzöge.

Zavelstein ist der historische Teil dieses Ensembles, und das winzige Städtchen ist stolz darauf. Man schrieb 1367, als Württembergs Graf Eberhard II. gemütlich im warmen Bade saß - im Kurort Wildbad nämlich -, und plötzlich von allen Seiten Mannen vom aufsässigen Bund der Schlegler anrückten, um den nassen Grafen zu fangen. Doch ein braver Hirte trocknete den hohen Kurgast und führte ihn auf geheimen Pfaden zwölf Kilometer weit nach Zavelstein, allwo der Graf sich in der Burg versteckte und solchermaßen gerettet war.

Graf Eberhard war ein dankbarer Gast. Er erhob das Dorf Zavelstein mit seinen zwanzig Fachwerhäusern zur Stadt, und noch in jüngster Zeit war es mit 300 Einwohnern Württembergs kleinstes Städtchen. Es steht komplett unter Denkmalschutz.

Die bewegte Geschichte Zavelsteins spiegelt sich in der Burguine wider. Um 1200 soll die Burg entstanden sein; der Turm aus schweren staufischen Buckelquadern ist noch vollständig erhalten; Sie können hinaufsteigen und haben oben einen herrlichen Rundblick über die bewaldeten Schwarzwaldberge bis zur Schwäbischen Alb.

1692 war das schwärzeste Jahr für Zavelstein: Der gefürchtete französische General Mélac zerstörte Burg und Stadt. In den folgenden Jahren bauten die Zavelsteiner ihre Stadt wieder auf, nicht aber die Burg.

Dem hat Teinach vor allem sein Heilwasser und die zugehörigen, durchaus sehenswerten Kuranlagen entgegenzusetzen - sowie ein Kleinod in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche: eine kabbalistische Lehrtafel aus dem 17. Jahrhundert, die in einer kunstvollen Symbolik erklärt, wie Gott sich in zehn Schritten der Menschheit nähert.

Das Heilbad Teinach-Zavelstein

Mehr Infos über
Tourist-Information
Otto-Neidhardt-Allee 6
75385 Bad Teinach-Zavelstein
Tel 0 70 53 / 920 50 40
Fax 0 70 53 / 920 50 44
Internet: www.bad-teinach-zavelstein.de

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