Schwarzwald Informationen

Schwarzwald - Die LandschaftenGletscher und Karseen

Gletscher und Karseen: Die Urlandschaft

Viele Landschaftsformen im Schwarzwald tragen die Handschrift der Eiszeit, die dann folgte und lange dauerte; erst vor rund 10 000 Jahren endete sie. Während jener Zeit waren weite Teile des Schwarzwalds von dickem Eis überzogen. Diese Gletscher wurden durch reichliche Niederschläge immer dicker. Die Eismassen kamen bergab ins Rutschen. Sie nahmen dabei Steine, Sand und Erde mit. So gruben sie Mulden in die Hänge: die "Kare". Als das Eis dann schmolz, blieb das herabgeschobene Geröll am unteren Rand der Kare liegen. Es bildete dort Moränen, also Wälle, die das abgetaute Wasser aufstauten. So entstanden - vor allem an den nordöstlichen Hängen - die "Karseen", wie sie für den Schwarzwald typisch sind.

Das ganze große Feldberggebiet war ein damals ein einziger, riesiger Gletscher. Der hobelte, während er sich bergab bewegte, die heute vom Feldberg sternförmig auslaufenden Täler heraus.

Die Karseen, eine Hinterlassenschaft der hobelnden eiszeitlichen Gletscher, sind typisch für den Schwarzwald. Rund 60 davon gab es einst, 35 sind im Lauf der Zeit verschwunden, ein gutes Dutzend ist in den letzten paar hundert Jahren verlandet. Nun gibt es noch acht Karseen im Nordschwarzwald und zwei im Süden. Im Südschwarzwald sind es der Titisee und der Feldsee, doch der bekannteste Karsee liegt im Norden, an der Schwarzwald-Hochstraße, südlich der Hornisgrinde: Der Mummelsee.

Die tiefergelegenen Karseen verlandeten schneller, weil die wärmere und geschütztere Umgebung den Pflanzenwuchs begünstigte. So liegen alle Karseen, die es heute noch gibt, ziemlich hoch - zwischen 747 und 1028 Metern. Sie sind mit Quellwasser gefüllt.

> Gletscher und Karseen: Die Urlandschaft I

Ferienhäuser im Schwarzwald online buchbar

Der Schwarzwald
Landschaften
Schwarzwälder Geschichten
Allgemeines
Orte

Volltextsuche

SCHWARZWALD.NET