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Schwarzwald - Die LandschaftenMarkgräfler Land

Das Markgräfler Land

Im Markgräflerland - Blick über Grunern auf Staufen Copyright © Erich Spiegelhalter/TI Staufen
Im Markgräflerland - Blick über Grunern auf Staufen
Copyright © Erich Spiegelhalter/TI Staufen

Gehört es noch zum Schwarzwald, ja oder nein? Die Lexika sind sich nicht einig. Bertelsmann will davon nichts wissen, Herder läßt ein paar "weinreiche Schwarzwaldhänge" gelten, Meyer hat sich gewandelt: 1890 sprach er in seinem "Conversationslexikon" noch von einer "Gegend im südwestlichen Teil des Schwarzwaldes, bekannt durch ihren ausgezeichneten Weinbau". Heute gibt er nicht einmal mehr zu erkennen, daß es in jener Ecke der Welt überhaupt einen Schwarzwald gibt, und spricht von einem "Teil des südlichen Oberrheinischen Tieflandes".

Und wir? Wir sind der Meinung, daß das Markgräfler Land zum Schwarzwald gehört. Daß es sein südwestlicher Zipfel und ein wesentlicher Teil von ihm ist, unmittelbarer Nachbar von Frankreich und der Schweiz. Und ein besonders weinseliger. Aber wenigstens darüber waren sich die Lexika ja einig.

Diese Gegend mit ihrem Lößboden und dem milden Klima ist für den Weinbau besonders geeignet. Fast die Hälfte, die dort wächst, ist Gutedel - ein Wein, den angeblich schon die alten Ägypter kannten und der auf verschlungenen Wegen in die Schweiz kam; dort heißt er "Fendant". Der Markgräfler Rest besteht vorwiegend aus Müller-Thurgau und Spätburgunder. Aber die edelsten Weine, die hier gedeihen, sind Traminer und - noch vornehmer - Gewürztraminer. Den Spätburgunder bauen die Markgräfler inzwischen so fein an und aus, daß er dem Wein aus Burgund kaum noch nachsteht.

Die überwiegend freundliche, hügelige Landschaft setzt sich vor allem aus Wiesen, Obst- und Weingärten zusammen. Goethe nannte sie "eine liebliche Heimat". WeinleseZum Schwarzwald hin sieht man Höhen mit Laubwäldern ansteigen, weiter oben stehen Tannen.

Den Namen hat das Gebiet, weil hier einst badische Markgrafen herrschten. Im Schwarzwald gab es mehrere Markgrafschaften. Der letzte der Markgrafen war Karl Friedrich. Der wurde 1804 Großherzog des neu geschaffenen Landes Baden. Er hat viel für sein Land geleistet. Aber das Feinste war wohl, daß er den Gutedel vom Genfer See geholt und im Markgräfler Land heimisch gemacht hat.

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