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Schwarzwald - Einfach und bäuerlich

Das einfache, bäuerliche Essen

Die Küche der Schwarzwälder ist die Küche armer Leute, im ganzen Schwarzwald. Natürliche Zutaten und eine erfindungsreiche Verarbeitung bestimmen ihre Qualität. Man muß sich das bäuerliche Essen sehr einfach vorstellen. Im wesentlichen wurde nur das gegessen, was der Hof selber erzeugte. Nur in ganz seltenen Fällen wurde etwas dazugekauft. Milch, Rahm, Butter, Käse lieferte der eigene Stall. Fleisch und Speck kam von den eigenen Schweinen, von denen auf Weihnachten und auf Ostern eines geschlachtet wurde. Dann hat man auch Würste gemacht: Blutwurst, Leberwurst für den raschen Verzehr und Bratwürste als Dauerwürste.

Rindfleisch gab es im Schwarzwald nur an "Chilbi", an Kirchweih, oder wenn eine Kuh verunglückte. Dasselbe galt für Kalbfleisch.

Die eigenen Hühner lieferten die Eier, und gelegentlich wanderte ein Huhn auch in den Suppentopf, wenn jemand krank war oder die Frau im Wochenbett lag. Früher kam in der Regel alle zwei Jahre ein Kind auf die Welt.

Das Brot wurde im eigenen Backofen aus Mehl vom eigenen Acker gebacken. Gemüse und Kartoffeln kamen aus dem eigenen Garten, das Obst von den eigenen Bäumen. Aus dem Obst wurde auch der Most für den Alltag gepreßt und der notwendige Schnaps gebrannt.

Zwetschgen, Birnen und Äpfel ließen sich herrlich trocknen, und das Kompott aus ihnen wurde mit den "Pfludden" genannten Grießschnitten gegessen. Über Nacht eingeweicht, waren die Trockenfrüchte auch der Grundbestandteil zum weihnachtlichen "Bierewecke". Dazu wurde ein Brotteig aus halb Roggen-, halb Weizenmehl gemacht, mit den Früchten, Nüssen und viel Kirschwasser verknetet und zur gleichen Zeit wie das Brot gebacken.

Werner O. Feißt

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